Archiv für Oktober 2007

V-Mann-Skandal: Neonazi betreibt Kneipe in Lünen

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Lünen. Der Neonazi und V-Mann des Verfassungsschutzes Sebastian Seemann aus Lünen betreibt zusammen mit Benjamin Seemann, die Kneipe „Störtebeker“ in der Jägerstraße 21 in Lünen-Süd. Dies teilte die Antifaschistische Aktion Lünen, organisiert in der Antifa UNited, in einer Pressemitteilung mit. Der vielfach vorbestrafte Seeman sitzt zur Zeit in Untersuchungshaft. Er steht in Verdacht mit Kokain und Waffen gehandelt zu haben. Außerdem soll er einen anderen Neonazi zu einem Raubüberfall auf einen Dortmunder Supermarkt im Februar diesen Jahres angestiftet haben. Ein Mensch wurde durch Schüsse schwer verletzt. Der Täter Robin Sch. sagte vor Gericht aus, Seemann habe im die Waffe gegeben, um Geld, welches er bei einem Drogengeschäft verloren hatte, wieder zu beschaffen. (mehr…)

NPD und Kameradschaften trafen sich in Kamen-Heeren

Die Gaststätte “Baumeister” in Kamen-Heeren-Werve wurde am Samstag, den 25. August 2007 Ort einer überregionalen Neonazi-Veranstaltung. Es trafen sich Mitglieder der Freien Kameradschaften und der NPD zu einer nicht besonders gut besuchten Mobilsierungsveranstaltung für den Naziaufmarsch am Samstag in Dortmund. Nach NPD-Angaben hielt Christian Worch eine Rechtshilfeschulung. Von verschiedenen Seiten wurde versucht ein Abbruch der Veranstaltung zu erreichen. Die Wirtin teilte nun über die Presse mit, dass die NPD nun Hausverbot bei ihnen hat. Der Wirt allerdings äußerte sich gegenüber Pressevertretern wenig einsichtig: Ihm ginge es in erster Linie um das Geschäft, außerdem seien die “angeblich so bösen Leute” der NPD doch “lieb und friedlich” gewesen. Der öffentliche Druck zwingt aber auch ihn zu einem Abbruch der Geschäftsbeziehungen zu den Neonazis. (mehr…)

Bericht über den Naziaufmarsch in Kamen

Ein ausführlicher Bericht mit vielen Fotos findet sich auf der Sonderseite der Antifa Kamen.
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Rede: Anti-Nazi-Kundgebung in Kamen

gehalten am 28.04.2007

Hallo liebe Freundinnen und Freunde,

ich bin Mitglied der Antifaschistischen Aktion Kamen und möchte in dieser Funktion einige Wort an euch richten:

Wir sind echt glücklich, dass so viele Leute heute zur Kundgebung gegen den Naziaufmarsch nach Kamen gekommen sind. Besonders schön ist es, so viele Kamener und Kamenerinnen zu sehen. Das war am Montag, als bekannt wurde, dass die „Freien Kameradschaften“ aus Dortmund und Hamm hier auflaufen würden, noch nicht abzusehen. Wir finden es wichtig, dass sich nun so ein großes Bündnis gebildet hat. Denn konsequenter Antifaschismus darf nicht nur Aufgabe von Jugendlichen oder einer radikalen Linken sein. Im Kampf gegen die Neonazis sind wir alle gefordert. (mehr…)

Hat die NPD Interesse an der Lindenbrauerei?

Nach einem Artikel des Hellweger Anzeigers entbrannte im April 2007 eine öffentliche Diskussion, über ein mögliches Interesse der NPD an Räumlichkeiten in Unna. Der Artikel verweist allerdings nur auf alte Interneteinträge der NPD (neben allerlei anderem Stumpfsinn und übler rassistischer und homophober Hetze fand sich auch ein großkotziger Eintrag über die Linderbrauerei auf ihrer Seite) und auf die Aussagen eines Wirts. Unklar bleibt, wie ernst zu nehmen das “Interesse” der Neonazis ist. In der Debatte äußerte sich allerdings auch der Unnaer Versicherungsmakler Hans Jochen Voß zum ersten Mal öffentlich als Sprecher des NPD Kreisverbandes. Zuvor hatte er immer versucht seine Verbindungen zur extremen Rechten zu verleugnen. Im folgenden dokumentieren wir unsere Pressemitteilung.
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Antifa-Infoveranstaltung über die NPD

60 Menschen besuchten die von der Antifa UNited organisierte Informations-veranstaltung am 25.01.2007 in der Lindenbrauerei Unna. Mitglieder der NPD und von verschiedenen „Freien Kameradschaften“ aus Hamm und Dortmund versuchten an der Veranstaltung teilzunehmen, was aber verhindert werden konnte. (mehr…)

Solidarität organisieren. §129a abschaffen.

Hier dokumentieren für einen Text der Berliner Gruppe FelS vom16.08.2007

Am 31. Juli 2007 wurden Axel, Florian, Oliver und Andrej festgenommen. Dass nicht gleich geschossen wurde, war dann schon fast verwunderlich. Hatte doch unlängst Innenminister Schäuble angemahnt, dass die gezielte Tötung von Verdächtigen rechtlich noch ungeklärt sei. Glück gehabt, könnte man also meinen, wurden doch in den letzten Jahren die Gesetze meist nur noch der realen Praxis der Staatsgewalt von Polizei und Militär angepasst. Aber das jüngste §129a-Verfahren zeigt uns, wohin die Reise gehen wird, wenn die radikale Linke nicht endlich beginnt, mit bestimmten Formen der Selbstisolierung zu brechen, und moderate Kräfte gleichzeitig begreifen, dass ihr ewiges Lamento der Gewalt-Distanzierung auch keine Lösung, sondern ein Teil des Problems ist. (mehr…)

Polizei greift Mobilisierung gegen den G8 an

Erklärung der Antifaschistischen Aktion Kamen

Am 9. Mai.2007 hat das BKA bundesweit 40 Objekte durchsucht. Betroffen waren WGs, Bürogemeinschaften und linke Zentren vor allem in Hamburg und Berlin. 900 Polizeikräfte waren eingesetzt um Privatpersonen und linke Projekte einzuschüchtern. Betroffenen sind Projekte wie “Kanal B”, das “Umbruch Bildarchiv”, der Verlag “Assoziation A”, der Berliner Buchladen “Schwarze Risse” oder das Hamburger Zentrum “RoteFlora”. Außerdem wurden die Server des Projekts “so36.net” beschlagnahmt, auf denen ein großer Teil der Mobilisierungsseiten der Bewegung lagen. (mehr…)

Freiheit für Matti!

Solidarität mit dem Berliner Antifaschisten!

Der Weitlingkiez in Berlin-Lichtenberg ist seit Jahren als eine Hochburg der Naziszene bundesweit bekannt. Keine Woche vergeht ohne neue Meldungen von rechten Übergriffen auf MigrantInnen, linke Politiker und nichtrechte Jugendliche…
Am 12. Dezember 2006 wurde bei einem Berliner Antifaschisten eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Er wird beschuldigt an einer Auseinandersetzung mit zwei Berliner Neonazis im November 2006 in Berlin-Lichtenberg beteiligt gewesen zu sein. Die beiden Neonazis wurden dabei leicht verletzt. (mehr…)

Antifaschismus ist nicht kriminell…

Soli-Erklärung von antifaschistischen Gruppen aus NRW

Am Abend des 27.8.2005 stürmte die Berliner Polizei mehrere Wohnungen in Berlin, darunter eine linke Kneipe, die Räumlichkeiten des antifaschistischen Versandes „red stuff“ sowie die des „Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin e.V.“ (apabiz). Dabei ging die Berliner Polizei wieder einmal nicht zimperlich vor: Die Bewohner einer Wohngemeinschaft wurden von SEK-Beamten mit gezogener Waffe überfallen. Die Besucherinnen und Besucher einer antifaschistischen Party mussten ihre Personalien abgeben und wurden per Film dokumentiert. Bei den Durchsuchungen wurden Computer und Zubehör beschlagnahmt. Gegen das apabiz lag nicht einmal ein Durchsuchungsbeschluss vor. (mehr…)