Archiv für März 2009

Kurzbericht der Demo am 28.03.

Anreise

Der sehr erfolgreiche gestrige Tag begann mit dem treffen am Hauptbahnhof in Unna zwischen 14:00 Uhr und 14:15 Uhr. Schon hier fanden sich allein aus Unna 33 AntifaschistInnen. Gemeinsam stieg die Gruppe dann in den Zug über Holzwickede nach Dortmund. In Holzwickede stieg unsere zahl dann nochmal an auf ca. 40 Personen!
Gemeinsam in Dortmund angekommen trennte sich die Gruppe und splittete sich in mehrere Kleingruppen auf der Demo.
Mit Fahnen, Transparenten und lautstarker Unterstützung wurde die nun beginnende Demo tatkräftig unterstützt! Ein Gruß geht nochmal raus an die Schwarze Antifa Unna! Es war eindeutig eine gelungene Zusammenarbeit!

Nun folgt ein Kurzbericht über die Geschehnisse der Demo der Antifaschistischen Union Dortmund (mehr…)

Geimeinsame Anreise am 28.03.

Wir laden alle interessierten Menschen dazu ein, mit uns gemeinsam am Samstag den 28.03. nach Dortmund zu antifaschistischen Demonstration zu fahren und Thomas „Schmuddel“ Schulz zu gedenken!

Wir treffen uns um 14.15 Uhr am Bahnhof in Unna.
Planmäßig wird dann der Zug um 14.27 Uhr von Gleis 2 genommen.

Natürlich sind alle Menschen aus Holzwickede die Zeit und Lust haben aufgefordert in Howi dazuzustoßen!

Bis Samstag!

Erneuter Angriff auf GAL – Zentrum

In der Nacht vom 6. auf den 7. März versuchten Unbekannte eine Fensterscheibe des GAL – Zentrums einzuschlagen. Zwei Tage später wurden Schaufenster und Tür des Parteibüros der Partei Die Linke eingeschlagen. Die Täter sind vermutlich in der extrem rechten Szene zu suchen.

Häufung rechtsextremer Straftaten

Immer wieder machten in den letzten Monaten Schmierereien und Sachbeschädigungen mit extrem rechten Hintergrund Schlagzeilen. Bereits Ende Januar hatte es in mehreren Städten im Kreis Unna Anschläge gegeben, bei denen antifaschistische Einrichtungen beschmiert wurden, auch damals wurde eine Fensterscheibe des GAL – Zentrums beschädigt. Am letzten Wochenende wurde das Ernst – Barlach – Gymnasium in Unna mit Parolen beschmiert. Auch Stolpersteine und die Gedenktafeln am jüdischen Friedhof waren Ziel der Rechtsextremen.

Nicht einschüchtern lassen

Die Antifa UNited erklärt zu den Angriffen: Wir lassen uns nicht einschüchtern und werden unseren erfolgreichen Kampf gegen Neonazi-Gruppen, egal ob sie in Gestalt der NPD oder der Freien Kameradschaften auftreten, fortsetzen. Wir halten diese Angriffe für eine reichlich hilflose Reaktion auf die Verhinderung von NPD-Veranstaltungen in Kamen bzw. Hamm-Herringen in den letzten zwei Monaten. Es ist anzunehmen, dass die sich bürgerlich und bieder gebende NPD um ihren Kreisverbandsvorsitzenden Hans Jochen Voß mit den gewalttätigen Freien Kameradschaften zusammenarbeitet. In der Vergangenheit haben wir immer wieder die Verbindungen der hiesigen NPD zu Neonazi-Kameradschaften in Hamm und Dortmund aufgedeckt. Nun scheint es so, als ob der NPD Kreisverband Unna/Hamm die jugendlichen Neonazis des „Nationalen Widerstand Unna“ als moderne Sturmabteilung nutzt. Die NPD hetzt, die jugendlichen Neonazis erledigen die „Drecksarbeit“. Mit ihren Anschlägen versuchen sie antifaschistisch engagierte Personen und Institutionen einzuschüchtern. Das wird ihnen nicht gelingen. Es liegt an uns allen, dem Treiben der Neonazis entgegen zu treten, egal ob in der Schule oder auf der Arbeit, auf der Straße oder in der Kneipe.

Erfreuliches Engagement

Die Reaktion der Betroffenen zeigt, dass den Rechtsextremen im Kreis Unna wenig Sympathie entgegengebracht wird. So Organisieren Schüler des EBG für Freitag, den 13. März ein Konzert unter dem Motto „Live in Colour“, um auf die Schmierereien an ihrer Schule zu reagieren.

Das Problem an der Wurzel packen

So wichtig es ist, den Neonazis entgegen zu treten, sollte jedoch eins nicht vergessen werden: Rechtsextremismus entsteht nicht im luftleeren Raum. Solange Rassismus und Nationalismus in der Gesellschaft akzeptiert und vertreten werden, wird es Menschen geben, die die Umsetzung dieser Ideologien in die eigene Hand nehmen.

Demo in Haltern nach rechtsradikaler Gewaltorgie

Aufruf zur Demonstration in Haltern am See

Samstag, 07. März 2009
14:00 Uhr
Halterner Hauptbahnhof

In Haltern am See gab es am letzten Wochenende eine Serien von rechtsradikalen Übergriffen, die eine für NRW selten beobachtete Brutalität und Entschlossenheit zeigen. Wir rufen daher dazu auf, am Samstag nach Haltern zu kommen und Solidarität mit den Betroffenen zu zeigen.

Niemand wird alleine gelassen!

Hier der Aufruf der Antifa Haltern

In der Nacht auf Samstag, den 28.02 ist es zu einer neuen Eskalationsstufe der neonazistischen Gewalt in Haltern am See gekommen. Nachdem eine größere Gruppe Halterner und auswärtiger Neonazis erst einen Jugendlichen in der nähe des Halterner Bahnhofs angriffen und dieser in das örtliche Krankenhaus eingeliefert werden musste, attackierten sie kurz darauf eine junge Frau. Wenig später griffen mehrere Neonazis eine Geburtstagsparty im elterlichen Wohnhaus an, indem sie Reizgas durch einen Fensterspalt in den Partyraum leiteten. Auf dem Weg dorthin trafen sie auf zwei 20-jährige und attackierten diese überfallartig mit Schlagstöcken, sodass sie Hämatome und Verletzungen am ganzen Körper sowie gebrochene Nasen erlitten. Die flüchtenden Partygäste fanden dann vor dem Haus einige Neonazis in Polizeigewahrsam wieder, während andere Täter flüchten konnten. Die Neonazis wurden auf Personalien kontrolliert und wieder freigelassen.
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Kein Vergeben, kein Vergessen!

Antifaschistsche Gedenkdemo am 28.03.2009 in Dortmund
Am 28. März 2009 jährt sich zum vierten Mal jener Tag, an dem der Punk Thomas Schulz, genannt „Schmuddel“, von dem damals noch 17 jährigen Neonazi Sven Kahlin von der Skinhead Front Dortmund-Dorstfeld in einer belebten U-Bahn-Station brutal niedergestochen wurde und kurz darauf verstarb. Bei der diesjährigen Gedenkdemo geht es uns einerseits darum, an das Opfer des Nazimordes zu erinnern und diese traurige Realität gegen diejenigen zu verteidigen, die diese Tat zu entpolitisieren versuchten und es immer noch versuchen. Zum anderen müssen die immer stärker werdende Neonaziszene und ihre vermehrten brutalen Angriffe auf Linke, MigrantInnen und alternative Kulturprojekte thematisiert werden, indem wir ihnen und der Öffentlichkeit mit einer großen und entschlossenen Demonstration verdeutlichen, dass wir den Mord an Thomas Schulz nicht vergessen haben und verstärkt gegen die lokale Neonaziszene vorgehen werden. […]
Hier der ganze Aufuf!

Kommt zur antifaschistischen Demonstration:
28.03.2009 / 15:00 h / Dortmund / Hauptbahnhof (Vorplatz)

Kein Vergessen den Opfern neonazistischer Gewalt!
Gegen Neonazis und deutsche Verhältnisse!

Achtet auf Ankündigungen und Änderungen!
http://antifaunion.blogsport.de