Archiv für April 2009

Veranstaltung: Die Schlacht von Pelkum 1920

Die nationalistischen Freikorps als Wegbereiter des Faschismus

Berlin 1920: Reaktionäre Freikorps putschen, um die demokratisch gewählte Regierung zu beseitigen. Als Reaktion auf diesen so genannten Kapp-Lüttwitz-Putsch sammelt sich im Ruhrgebiet ein großer Teil der revolutionären Kräfte der Arbeiterschaft. Um den rechten Freikorps entgegenzutreten, bildet sich die „Rote Ruhrarmee“ aus dem Umfeld der ArbeiterInnenbewegung. Am 1. April 1920 kommt es in Pelkum zu schweren Kämpfen zwischen der Roten Ruhrarmee und der Freikorps-Brigade Epp. Die Freikorps nehmen ca.100 Arbeiter gefangen und erschießen sie. Der Historiker K. Goehrke wird im Rahmen dieser Veranstaltung die Ursachen und Hintergründe der Schlacht bei Pelkum erläutern und an einen fast vergessenen Teil der Stadtgeschichte Hamms erinnern.

Dienstag, 5. Mai 2009 / 19.30 Uhr
Zentralbibliothek Hamm / Ostenallee 3-7 / Hamm

Eine Veranstaltung des „Bündnis Hamm stellt sich quer“

Termine

Wir haben heute mal einen Terminplaner eingerichtet!
Eine Übersicht z.B zu den Demos in nächster Zeit findet ihr jetzt unter Termine.
Da es momentan in Unna sehr viel zu berichten gibt und es zeitgleich noch viele Termine wie Demos, Vortäge usw. gibt haben wir beschlossen eine eine Seite für Termine einzurichten.

Solidarische Grüße
Antifa United

Was tun gegen Rechts!

Nachdem die selbsternannten „Autonomen Nationalisten“ des „Nationalen Widerstand Unna“ in den letzten Monaten vermehrt durch Neonazi-Schmierereien und -Sachbeschädigungen auf sich aufmerksam gemacht hatten, luden die Antifa UNited und der linke Jugendtreff „Backyard Cafè“ am 15. April zu einem offenen Treffen ein. Viele Jugendliche aus Städten des Kreises Unna tauschten sich intensiv über ihre Erfahrungen und Aktionsideen aus. Zur Einleitung warf die Antifa UNited ein Blick auf das Phänomen „Autonome Nationalisten“ und räumte mit einigen „Irritationen“ auf, die das neue Auftreten der Neonazis in der Öffentlichkeit erzeugt. Es wurde deutlich, dass die „Autonomen Nationalisten“ lediglich das Resultat einer Ausdifferenzierung der Neonazi-Szene sind und ihren Ursprung in den sog. Freien Kameradschaften haben. Die Neonazis haben ihren Style geändert, ihre Inhalte sind geblieben: In den letzten Jahren haben sie sich in sämtlichen Jugendkulturen und vor allem beim politischen Gegner „bedient“ – Symboliken und Klamotten wurden kopiert und umgedeutet. Linke Inhalte haben sie nicht übernommen, im Gegenteil hat der offene Bezug auf den Nationalsozialismus sogar noch zugenommen. Hinter ihrem vermeintlichen Antikapitalismus, verbirgt sich nur aggressiver Antisemitismus und Rassismus. Überhaupt haben die „Autonomen Nationalisten“ keinerlei politische Theorie neu entwickelt, ihr Hauptbezugspunkt bleibt die faschistische Ideologie, wie sie auch schon die NSDAP propagiert hat. „Autonomie“ bedeutet für sie lediglich ein bestimmter Kleidungsstil (schwarzer Kapuzenpulli und Cap), die Inszenierung von „Schwarzen Blöcken“ auf Demos und eine formelle Nicht-Mitgliedschaft in Parteien wie der NPD. Letzteres hindert sie allerdings nicht daran, mit der NPD zusammen zu arbeiten, wie bei ihrer „Aktion“ gegen das Anti-Rechts-Konzert in der Lindenbrauerei Unna. Für das dort verteilte Flugblatt (unterzeichnet mit NW Unna und einem Molotow-Cocktail) ist Hans-Jochen Voß – NPD-Chef aus Unna – der presserechtlich Verantwortliche. Allerdings haben sich die Aktionen der Neonazis verändert. Sprühereien, Sachbeschädigungen und Einschüchterungsversuche haben zugenommen, sind aber weitgehend ein Ausdruck von strategie-freiem Aktionismus und dienen der Selbstvergewisserung der TäterInnen, damit schon eine „revolutionäre Aktion für Deutschland“ vollbracht zu haben.

Doch egal, welche Klamotten sich die Neonazi auch anziehen, für uns bleiben sie vor allem eines: Nazis. Nicht frei, nicht sozial, einfach nur Nazis. Und als solche müssen sie von uns in die Schranken gewiesen werden. Da waren sich alle Anwesenden am Mittwoch abend einig.


Mehr zum Thema:

Reader über Autonome Nationalisten (pdf) Download!
Internetseite des Backyard Cafè

Kamen: NWU-Mitglieder beim Sprayen von der Polizei gepackt

Am späten Mittwochabend sind drei Mitglieder der neonazistischen Kameradschaft „Nationaler Widerstand Unna“ von der Polizei festgehalten worden, nachdem sie das Jugendkulturcafè (JKC) besprüht hatten. Auf Parolen forderten sie „Antifas ihre Räume nehmen“, malten Hakenkreuze und „unterschrieben“ das ganze mit „NW Unna“. Im JKC findet am Samstag ein Antifa-Konzert statt. Im Kamener Rathaus ist außerdem ein Brief mit Schmähparolen eingegangen, der auf das Antifa-Konzert Bezug nimmt. Auch er dürfte aus dem Umfeld der Neonazi-Gruppe stammen.

Im Jugendzentrum anwesende MitarbeiterInnen hatten die Neonazis bei der Tat beobachtet und die Polizei gerufen. Bei den Tätern handelt es sich um einen 17-Jährigen und einen 19-Jährigen aus Bönen sowie einen 20-Jährigen aus Fröndenberg. In den letzten Monaten wurden im Kreisgebiet immer wieder Nazi-Parolen gesprüht, zuletzt zum Beispiel an der alten Zechenmauer in Bönen. Die ähnliche Handschrift und die Unterschrift „NWU“ lassen auf die gleichen Täter schließen. Die Neonazi-Gruppe „Nationaler Widerstand Unna“ hat sich zudem regelmäßig auf ihrer Internetseite zu den Taten bekannt und auch die Sachbeschädigungen an Parteibüros in Unna und Kamen sowie die Schändungen von Stolpersteinen und dem jüdischen Friedhof abgefeiert. (mehr…)

Antifa Soccer Cup 09 in Lünen

Es ist so weit – am 16.05.09 steigt das 1. antirassistische Fußballturnier Lünens! Hiermit wollen wir einerseits darauf aufmerksam machen, dass rassistische, homophobe und sonstige Diskriminierungen in der Gesellschaft stark verbreitet sind und andererseits zeigen, dass man gemeinsam immer noch am meisten Spaß hat – ohne Ausgrenzung und Unterdrückung!

(klick für Infos und Aufruf)