Broschüre „Kein Platz für Nazis?!“ erschienen

Passend zum Aktionstag „Unna hat keinen Platz für Rechtsextremisms“ veröffentlichten Antifas aus dem Kreis Unna die Broschüre „Kein Platz für Nazis“, die einen Überblick über die Neonazi-Szene in Unna bietet. Die Broschüre, die in einer Auflage von mehreren tausend Exemplaren erschienen ist, stellt Informationen zum „Nationalen Widerstand Unna“ (NW Unna) bereit, der sich jüngst als Reaktion auf die polizeilichen Ermittlungen in „Freies Netz Unna“ umbenannt hat. Das ändert natürlich nichts daran, dass es sich bei den AktivistInnen immer noch um den selben kleinen Kern von Nazis handelt. Besonders hervor tut sich dabei Alexander W., der u.a. für die aus kruden antisemitischen Verschwörungstheorien und rassistischen Wahnvorstellungen bestehenden „Referate“ und Flugblätter des NW Unna verantwortlich ist. Auf einem Foto posiert er mit seinen BVB-Freunden und Möchtegern-Hooligans in Dortmund. Und wer ein richtiger Nazi ist, der grüßt auch auch mit dem Hitlergru&szlig.

In der Broschüre findet sich zudem ein einleitender Artikel zum Phänomen „Autonome NationalistInnen“, den ihr auch online lesen könnt. Außerdem findet sich eine Chronik der Nazi-Aktivitäten im Kreis Unna und ein Artikel zur Zusammenarbeit der NPD Unna/Hamm mit den regionalen Nazi-Kameradschaften. Gerade im Bundestagswahlkampf lässt die NPD Unna/Hamm sich ihre Plakate von der „Kameradschaft Hamm“, den „Freien Nationalisten aus Lünen“ und auch dem „Nationalen Widerstand“ aufhängen. Die NPD meint dazu: „Über alle Unterschiede hinweg eint uns ein gemeinsames Ziel. Das Ziel ist das Reich, der Weg die Partei oder die Kameradschaft.“ – Na dann…

Die Menschen im Kreis Unna sehen das mehrheitlich anders, sie wollen keine Nazi-Propaganda ertragen. So landen die NPD-Plakate auf den Boden und ihre Flugblätter in der Mülltonne.