Archiv für August 2011

Alerta! Anreise aus dem Kreis Unna nach Dortmund

Alle nach Dortmund am 03.09.!

Treffpunkt für die gemeinsame Anreise aus dem Kreis Unna:
07.30 Uhr, Kamen Bahnhof

Aus dem Kreis Unna wird es eine gemeinsame Anreise nach Dortmund geben, die die Beteiligung an den zahlreichen Protestformen am Samstag ermöglichen wird.
Die Antifa UNited unterstützt am Samstag das Alerta!-Bündnis. Das Alerta!-Bündnis hat sich zum Ziel gesetzt, den Naziaufmarsch zu verhindern. Unter dem Motto “Blockieren, Sabotieren, Verhindern” ruft es zu Aktionen gegen die Nazis auf. Dazu wollen wir möglichst viele Menschen auf die Straße bringen und gemeinsam versuchen, die Route an verschiedenen Stellen zu besetzen, so dass ein Aufmarsch der Nazis nicht mehr möglich ist. Das Alerta!-Bündnis organisiert in Dortmund und ganz NRW Anreisegruppen, sogenannte “Finger”, um Menschen die Möglichkeit zu geben, sich an Aktionen zu beteiligen.
Grundlage für dieses Vorhaben ist ein gemeinsames solidarisches Handeln der vielen verschiedenen Antifaschist_innen, die am 3. September auf die Straße wollen. Neben dem Alerta!-Bündnis rufen zwei weitere Bündnisse zu Blockaden auf, andere Gruppen planen Demonstrationen und Kundgebungen.
Wir erklären uns mit allen, die den Naziaufmarsch verhindern wollen, solidarisch und hoffen auf die Solidarität anderer.

Mehr Informationen zu dem Konzept von Alerta! findet ihr auf: alerta.noblogs.org/samstag/

Nazis jagen Antifaschist_Innen durch Lünen!

via Antifa Lünen

In der Nacht auf den 24.08.2011 kam es zu einem rechten Übergriff in Lünen-Horstmar. Gegen 23.15 Uhr wurde eine dreiköpfige Gruppe von einem Autofahrer als Antifaschist_Innen erkannt. In dem dunklen Opel Corsa mit dem Kennzeichen UN DK 2427 saßen zwei männliche Personen, die die Gruppe erst beschimpften und dann mit dem Auto verfolgten. Als die Antifaschist_Innen die Flucht ergriffen, jagten die Männer sie mit dem Auto.
Auf der Flucht durch Vorgärten, Seitenstraßen und Nebenstraßen sprühten die Täter Reizgas aus dem Auto und bewarfen die Fliehenden mit Steinen. Nach einer etwa halbstündigen Flucht erreichten die Antifaschist_Innen das eigene Auto und fuhren in Richtung Polizeiwache.
Auf dem Weg wurden sie erneut von dem schwarzen Opel Corsa, sowie einem roten Ford Fiesta verfolgt. In dem zweiten Wagen saßen 4 bis 5 männliche Personen, die sehr nah an die Verfolgten heran fuhren, die Personengruppe bedrohten und dabei “Wir kriegen euch!” riefen. Erst beim Erreichen der Polizeiwache kehrten die beiden Autos um und fuhren davon.
Die Antifaschist_Innen wurden durch das Reizgas leicht verletzt. Einer der Betroffenen schilderte die Flucht als „Lauf um sein Leben“.

Täter aus dem rechten Spektrum

Die Angreifer sind eindeutig dem rechten Spektrum zuzuordnen, da sie die Antifaschist_Innen trotz Dunkelheit sofort als solche erkannten.

Im Umkreis der Verfolgungsjagd wurden frisch geklebte Plakate mit Bezug zum “nationalen Antikriegstag” entdeckt.
Die Betroffenen berichteten ebenfalls von „etlichen Utensilien“ in den Wagen der Angreifer, die vermutlich zum plakatieren genutzt wurden.
Die Angegriffenen Personen werden nach momentanem Kenntnisstand die Angreifer nicht anzeigen, da sie die Erfolgschancen für zu gering halten. Ihr Vertrauen ist durch das schlechte Verhalten der Polizei und Staatsanwaltschaft im Umgang mit Rechtsextremen Straftaten gänzlich nicht vorhanden.

Bezug zum “Antikriegstag”

Sprecher der Antifaschistischen Aktion Lünen Carsten Petterson warnt: “Der Übergriff erinnert stark an den Überfall am 29. Juli im Dortmunder Süden, als eine Gruppe vermeintlicher Antifaschist_Innen aus einem VW-Bulli von einer sechsköpfigen Gruppe Neonazis mit Baseballschlägern, Pfefferspray, mitgeführten Steinen und Flaschen sowie mindestens einem Messer angegriffen wurde.
Im Vorfeld des „nationalen Antikriegstages“, den sogenannten Aktionswochen, steigen rechte Übergriffe nicht nur in Dortmund, sondern auch in den umliegenden Städten, wie zum Beispiel Lünen.”

Nazis von außerhalb nehmen sich die erschreckende Gewalt der Dortmunder Kamerad_Innen zum Vorbild und gehen mit äußerster Gewalt gegen politische Gegner_Innen vor. Diese grausame Entschlossenheit ist direkt auf die „Antikriegstagsdemonstration“ zurückzuführen.

Wir werden deshalb alles daran setzen die Nazidemo am 3.9. zu sabotieren, blockieren und zu verhindern!

Anklage gegen Björn Mühlnickel erhoben

Gegen den 23 Jahrigen Neonazi und Brandstifter, Bjön Mühlnickel aus Begkamen wird Anzeige erstattet. Das lies laut der WR die dortmunder Staatsanwältin Dr. Ina Holznagel verlauten. Die Staatsanwaltschaft sei sich sicher, das Mühlnickel mehrfach mutwillig Feuer gelegt hat. Vor einigen Wochen wurden in Bergkamen nicht nur in paar Mülltonnen, sondern auch die Baustelle einer Moschee und mehrfach ein Mehrfamilienhaus angezündet. Zu den Taten soll Mühlnickel ein Teilgeständnis abgelegt haben. Außerdem wird er von einem 23 Jährigen schwer belastet, der ihn bei den Brandstiftungen begleitet haben will.

Björn Mühlnickel ist laut WR wegen Betrugs auf Bewährung, was sich vermutlich negativ auf sein Urteil auswirken wird. Momentan sitzt er in Untersuchungshaft.

Presseschau:
Der Westen/WR

Mobivortrag gegen den Naziaufmarsch in Dortmund

Via
Auch dieses Jahr Mobilisieren wir wieder Nach Dortmund um den Naziaufmarsch im September zu Verhindern!
Weitere Informationen finden sich unter:


Alerta!-Bündnis gegen den Naziaufmarsch in Dortmund

Dortmunder Antifa Bündnis

WDR-Lokalzeit über Nazi-Aktivitäten in der Region

Zu den Brandanschlägen in Bergkamen beachtet auch unsere Artikel mit Hintergrundinformationen:
1.) Brandstifter von Bergkamen ist ein organisierter Neonazi
2.) Rechtes Motiv? Brandanschläge in Bergkamen

NRW Rechtsaußen: NPD will mutmaßlichen Brandstifter loswerden

Einen mutmaßlichen Brandstifter in ihren Reihen zu haben, macht sich nicht gut für die NPD. Darum will ihr Kreisverband für Unna und Hamm den 23-jährigen Bergkamener Björn Mühlnickel jetzt loswerden.

Mühlnickel war am vorigen Montag in Haft genommen worden, weil er unter anderem zweimal in einem Wohnhaus sowie auf der Baustelle einer Moschee Feuer gelegt haben soll.

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NRW Rechtsaußen: Stadt Hamm arbeitet nicht mit Rechten zusammen – BI will Rechte ausschließen

Solange „pro NRW“-Ratsherr Gerald Thörner, der NPD-Kreisvorsitzende Hans-Jochen Voß und möglicherweise andere Rechtsausleger zu jener „Bürgerinitiative“ gehören, die sich in Hamm im Zusammenhang mit Moscheebauplänen gebildet hat, will die Hammer Stadtverwaltung mit der BI nicht sprechen. Derweil hat die Hammer Bürgerinitiative zum Moscheebau im Stadtteil Herringen angekündigt, dass sie ihre Gründungsmitglieder Gerald Thörner („pro NRW“) und Hans-Jochen Voß (NPD) ausschließen werde. Dies berichtet der Westfälische Anzeiger.

Weiterlesen auf NRW Rechtsaußen:
Presseschau: Stadt und Grüne auf Distanz zur Hammer Moschee-BI
Presseschau: Hammer BI schließt zwei Rechtsradikale aus

„Studieren, am liebsten Jura“ – Lokale Neonazis und ihre Zukunftspläne

Mit Bastian Löhr (Foto) hat dieses Jahr ein weiteres aktives Mitglied des ‘Nationalen Widerstands Unna’ (NWU) sein Abitur bestanden – und er hat schon ganz konkrete Vorstellungen von seiner weiteren Laufbahn. Am örtlichen Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG) war Löhrs Gesinnung nur zu gut bekannt. Nicht selten brüstete er sich mit seinen nächtlichen Aktionen vor seinen Mitschüler_innen. Besonders pikant erscheint hier die Tatsache, dass der Lehrer seines Deutsch-Leistungskurses langjähriges Mitglied des Stadtverbandes der Grünen ist, deren Parteibüro in der Unneraner Innenstadt unzählige Male „entglast“ und mit rechten Schmierereien versehen wurde. Auch das GSG wurde im Jahr 2009 Opfer rechter Schmierereien; das Kürzel ‘NWU’ tauchte hier wie da auf.
Den Lehrer_innen war Löhrs nazistische ‘Weltanschauung’ ebenfalls nicht gänzlich unbekannt. Im Geschichts-LK schlug er desöfteren revisionistische Töne an und prahlte vor anderen Lehrern mit seiner Prozesserfahrung. Konsequenzen – zumindest durchgreifende – blieben aus.
Der Zeugnisvergabe blieb er fern. Immerhin präsentierte er sich mit einem knappen Steckbrief in der Abizeitung. Als ‘Überlebensstrategie’ gibt er an: „Einfach gerade aus, ein Schritt nach dem anderen, trotzdem nie seine Überzeugungen verlieren. Und nie seine Ideale verraten!“ In Zukunft möchte er „Studieren, am liebsten Jura“. Das ‘Borsty’ Löhr mit diesem Wunsch kein Neuland in Szenekreisen betritt ist klar. Zwei seiner Gesinnungsfreunde gingen ihm in jüngster Vergangenheit erst voran. (mehr…)

NRW Rrechtsaußen: „Pro NRW“ und NPD bei BI-Gründung

HAMM – Im Zusammenhang mit dem geplanten Bau einer Moschee in Hamm-Herringen hat sich am Mittwochabend eine Bürgerinitiative namens „Mitgestaltung des geplanten Moscheeneubaus in Herringen“ gegründet. Weiterlesen

Rechtes Motiv? Brandanschläge in Bergkamen

Nach einer Serie von Brandanschlägen an den vergangenen zwei Samstagen (23.07. und 30.07.2011) hat das Amtsgericht Kamen am Montag Haftbefehl gegen einen 23-jährigen Bergkamener erlassen. Er wird verdächtigt neun Brandstiftungen in der Bergkamener City begangen zu haben. Nach Angaben der Polizei steht der nun Verhaftete der rechten Szene nahe, sei aber noch nicht durch politische motivierte Taten in Erscheinung getreten.

Rassistisch motivierte Brandanschläge?
Bereits in der vergangenen Woche war vermutet worden, dass es sich bei den Taten um rechte Gewalt handeln könnte. In der ersten Tatnacht wurde der Rohbau einer Moschee an der Ernst-Schering-Straße angezündet. Außerdem wurde in beiden Nächten ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus in der Hubert-Biernat-Straße gelegt. Dort wohnen viele Familien aus dem Vietnam, der Türkei und Angola. Die BewohnerInnen berichteten gegenüber der WR/WAZ, dass im Hausflur auch Hakenkreuz-Schmiererein und SS-Runen aufgetaucht seien. Bei den anderen sechs Brandstiftungen handelte es sich um brennende Mülltonnen in der Umgebung des Mehrfamilienhauses. (mehr…)