Archiv für Dezember 2011

Back Up! – Opferberatung in Dortmund

Nach langer und harter Arbeit ist es nun soweit. Seit einem guten Monat arbeitet die Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt in Dortmund. Somit ist Dortmund die erste Stadt außerhalb Ostdeutschlands welche eine solche Beratungsstelle aufweisen kann. Und dies ist mehr als nötig, seid Jahren kommt es in Dortmund und Umgebung zu rechten Übergriffen, ganze Familien werden terrorisiert. Stadt, Polizei und Staatsanwaltschaft haben lange zugesehen und das Problem mit den Neonazis verneint. Immer wieder mussten Antifaschisten_Innen auf das Naziproblem hinweisen und auf die Opfer eben jener, welche sich oftmals garde von der Polizei im Stich gelassen fühlten.
Die Beratungsstelle Back Up! wird darüber hinaus in ganz Westfallen arbeiten und Menschen betreuen, welche Opfer rechter Gewalt wurden. Zur Zeit werden schon 10 Familien betreut welche in der Vergangenheit immer wieder Stress mit Neonazis hatten bzw. haben.

Ab Sofort findet ihr auf unserem Blog einen Banner in der am rechten Bildschirmrand. Natürlich ist die Baratungsstelle auch in der „Link-Spalte“ zu finden.

Kontakt und Info:
Kontakt zu „Back Up“ kann telefonisch unter 0172/1045432 oder per E-Mail unter contact@back-up-nrw.org erfolgen. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Beratungsstelle.

Presse:
RN

Der Westen

Naziaufmarsch am 1. Mai in Dortmund

Via Antifa Union

Wie mehrere Medienportale berichten, haben Dortmunder Neonazis für den 1. Mai dieses Jahres einen Aufmarsch in Dortmund angemeldet. Es ist davon auszugehen, dass es sich dabei um die zentrale 1. Mai-Demo der extrem Rechten in Deutschland handelt. Unter dem Motto „1. Mai – Arbeitsplätze zuerst für Deutsche“ soll der Aufzug nach einer Auftaktkundgebung am Hauptbahnhof durch die nördliche Innenstadt führen. Ein Kooperationsgespräch mit der Polizei stehe allerdings noch aus.

Mehr: blick nach rechts

Naziaufmarsch in Köln? – Läuft nicht!

Alle Jahre wieder… Völkischen Freaks entgegentreten.
Nazi-Aufmarsch am 10.12.11 in Köln-Kalk verhindern!

banner 10.12

Nazis, Verfassungsschutz, „Staatskrise“. Ausgerechnet jetzt, wo in
medialen und politischen Debatten der BRD die schockierte Erkenntnis
kursiert, dass Nazis in Deutschland (noch immer) morden. Ausgerechnet
jetzt, wo Presse und Politik der BRD immer noch den Skandal um die
staatlich organisierte Schützenhilfe des Verfassungsschutzes für den
„Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) verarbeiten. Inmitten
dieser heißgekochten Situation über staatliches Versagen bei der
„Überwachung“ von Rechtsradikalen planen Nazis der „Freien Kräfte
Köln“ (FKK) eine Demonstration, eine „Revanche“ gegen die öffentliche
Stimmung und natürlich für „Volkstreue und Vaterlandsliebe“.
(mehr…)

Radikale Rechte – Von der NPD zur NSU

Laut Informationen des blick nach rechts und dem WDR- Magazin Westpol nahmen die Zwickauer Terrorist_innen im Jahr 2009 an einem Treffen mit parteifreien und parteigebundenen Neonazis im rheinländischen Erftstadt teil. Als Redner traten an besagtem Abend „Axel Reitz, der SS-Veteran Lothar Eiding (Herzogenrath), der ehemalige Kader der heute verbotenen FAP, Ralph Tegethoff, das Mitglied der „Nieuw-Solidaristisch Alternatief“ (N-SA), Edouard „Eddy“ Hermy aus Flandern, Ingo Haller aus Niederzier, Sascha Krolzig aus Hamm und Sven Skoda“ auf. Dem Veranstaltungsbericht zufolge nahm auch der Vorsitzende des NPD-Kreisverbandes Unna/Hamm, Hans-Jochen Voß, an dem Treffen teil und hielt eine kleine Rede.
Voß zählt innerhalb der Partei zu den aktivsten und beharrlichsten Befürwortern einer Zusammenarbeit mit der Kameradschaftsszene – der ‘Kampf um die Straßen’ soll parallel zum ‘Kampf um die Parlamente’ geführt werden. In der Realität hat sich diese Zusammenarbeit jedoch längst etabliert: viele Posten, vor allem in der mittleren und unteren Parteihierarchie sind von aktiven und oft einschlägig vorbestraften Mitgliedern der ‘freien Kräfte’ besetzt. Trotzdem lehnen Parteigrößen, wie der neue Bundesvorsitzende Holger Apfel, selbige zugunsten eines ‘bürgerlichen Antlitzes’ der Partei ab.
In der Region pflegt Voß seit Jahren eine enge Kooperation zu den gewaltbereiten Neonazis in Hamm, Unna (Selbstbezeichnung im Jahr 2009: ‘Terrorzelle Unna’) und Dortmund, die sich wechselweise in finanzieller und personeller Unterstützung oder gemeinsam ausgerichteten Veranstaltungen ausdrückt. Auch gegen parteiinterne Gegner seiner ‘Kameraden’ setzt sich Voß vehement zur Wehr.