Archiv für April 2016

AfD scheitert mit Aufmarsch in Unna – vielfältiger Protest in der Stadt

Am Freitag ist in Unna der angekündigte Aufmarsch der AfD von mehreren hundert Menschen blockiert worden. Nach 300 Metern musste der Demonstrationszug umkehren.

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Unschuldig? Neonazi-Musiker gründen Deutschrock-Band

„Schuldig“ ist nicht etwa eine weitere „unpolitische“ Band auf dem boomenden Deutschrock-Markt, sondern ein von Mitgliedern der Rechtsrock-Bands „Extressiv“ und „Strafmass“ gegründetes Projekt. Ein „Schuldig“-Auftritt bei der „1. Lüner Deutschrock Nacht“ wurde deshalb kürzlich wieder abgesagt.

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Änderung des Kundgebungsortes

Für die Kundgebung „Nationalismus ist keine Alternative“ hat heute das Kooperationsgespräch mit der Polizei stattgefunden. Dabei hat sich eine Änderung des Kundgeungsortes ergeben: Statt an der Ecke Schäferstraße findet unsere Gegenkundgebung nun an der Wasserstraße ecke Marktplatz statt. Beginn um 18:00 bleibt weiterhin bestehen.

Die AfD Unna schwankt derweil zwischen Optimismus und Schnappatmung. Während sie einerseits ihre Demonstration jetzt schon zum Erfolg erklärt – es werde ja berichtet – ist ihnen aufgefallen, dass nahezu alle politischen Akteure in Unna sich über inhaltliche Differenzen hinweg auf verschiedene Weise gegen ihren Aufmarsch stellen. Wir halten das für ein wichtiges Zeichen der Stadtgesellschaft und hoffen auf einen erfolgreichen Protest gegen die AfD. Kommt am Freitag ab 18:00 zur Kundgebung an der Wasserstraße Ecke Marktplatz, um klar zu machen, dass Nationalismus keine Alternative ist.

Veranstaltung am 20.04.: Wer ist die AfD, was ist im Programm der AfD?

Andreas Kemper und Dario Schach werden am 20.04.16, um 20.00 Uhr im Kühlschiff der Lindenbrauerei Antworten auf diese Fragen geben.

Andreas Kemper ist Publizist und Soziologe, 1963 in Nordhorn geboren und derzeit Doktorand am Institut für Soziologie in Münster. Seit Ende letzten Jahres organisiert die AfD auch in NRW Demonstrationen, die große Ähnlichkeiten mit den Märschen von Pegida aufweisen. Dario Schach wird über die Demonstrationspolitik der AfD referieren.

Die Veranstaltung wird von DIE LINKE Unna in Kooperation mit der Antifa United veranstaltet. Der Eintritt ist frei. Gegen eine Spende, für das immer um ein Budget kämpfende Kulturzentrum Lindenbrauerei, ist allerdings nichts einzuwenden.

Personen, die der AfD oder anderen rechtsextremen Parteien angehören oder in der Vergangenheit mit Rassistischen oder Rechtsextremen Aussagen aufgefallen sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Die Veranstalter machen von ihrem Hausrecht Gebrauch.

Langjähriger rechter Aktivist tritt bei Demonstration der AfD auf

Bei der Demonstration der „Alternative für Deutschland“ (AfD) in Unna am 22. April ist mit Andreas Kalbitz ein langjähriger Aktivist der rechten Szene angekündigt. Die Antifa UNited gibt einen Überblick über die Redner und ihre Verstrickungen in die Naziszene.

Neben Michael Schild, dem Sprecher des AfD-Kreisverbandes Unna sollen auf der geplanten Demonstration auch David Eckert, Mitglied im Vorstand der AfD-Jugendorganisation „Junge Alternative“ sowie Andreas Kalbitz, Stellvertretender Vorsitzender der AfD in Brandenburg, reden. Ein genauer Blick auf diese Redner zeigt, dass die AfD ein Sammelbecken für Rassisten und Neonazis mit bürgerlichem Anstrich ist.

Insbesondere der Brandenburger Kalbitz hat eine langjährige Geschichte in der rechten Szene. (mehr…)

Nationalismus ist Keine Alternative – Gegen den Aufmarsch der AfD am 22.04.2016

Update 14.04.2016: Unsere Kungebung gegen den Aufmarsch der AfD ist angemeldet am Rand des Marktplatz, Schäferstraße Ecke Gerhart-Hauptmann-Straße.

Am 22. April möchte die „Alternative für Deutschland“ einen Aufmarsch in Unna abhalten. Unter dem Motto „Merkel muss weg“ sammelt sich eine Bewegung, deren Kerninhalte aus Rassismus, Wohlstandschauvinismus und einem Familienbild aus der Steinzeit bestehen. Wir sagen: Nationalismus ist keine Alternative und rufen zu einer Kundgebung und Aktionen gegen den Aufmarsch auf.

Die AfD plant eine Route durch die Unnaer Innenstadt. Vom Lindenplatz am ZIB möchte sie über den Nordring, Bahnhofsstraße, Martkplatz und Massener Straße zurück zum Ausgangspunkt laufen. Bereits jetzt wurden von verschiedenen Initiativen Proteste gegen den Aufmarsch angekündigt. Auf dem Platz vor der Stadtkirche soll ein Begegnungsfest stattfinden, entlang der Route wollen Parteien und politische Gruppen Protest organisieren.

Wir beteiligen uns an den Gegenaktionen und werden eine Kundgebung am Rande der AfD-Demonstration organisieren, die als Anlauf- und Infopunkt dienen wird. Zusätzlich werden wir in einem Liveticker vom Geschehen um die Demonstation der AfD und die Proteste dagegen berichten. Die Kundgebung beginnt um 18:00 Uhr, für Ort und weitere Informationen achtet auf Ankündigungen.

LOTTA zur „Demonstrationspoltik“ der AfD

„Wir wollen das nicht schaffen!“
Die AfD entwickelt in NRW eine eigene „Demonstrationspolitik“

Vielerorts würden schon Bürger ihren „Unmut gegen das aktuelle Asylchaos“ auf die Straße tragen, manche Bürger, „gerade im Westen und gerade in NRW“, bräuchten hierbei aber noch „Unterstützung“. Mit diesen Worten rief der AfD-Kreisverband Warendorf zu einer Demonstration am 16. November 2015 in Oelde auf. Beflügelt von der großen Resonanz der AfD-Kundgebungen in Thüringen und Sachsen-Anhalt sehen die westfälischen Kreisverbände die Zeit gekommen, sich an einer aktionistischen „Demonstrationspolitik“ zu versuchen. Seit September kann die AfD regelmäßig bis zu 8.000 Teilnehmende nach Erfurt mobilisieren. Die Stimmung gleicht den PEGIDA-Demonstrationen in Sachsen, auch die Klientel ist ähnlich. AfD-Rechtsaußen Björn Höcke heizt die Menge mit völkischen Parolen an. Dies machte Eindruck auf Christian Blex, Vorsitzender der AfD-Fraktion im Kreistag Warendorf und Kreisverbandssprecher. Er reiste mehrmals mit anderen westfälischen Parteimitgliedern nach Erfurt und Magdeburg und versucht nun, das dortige Konzept zu kopieren.

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