Langjähriger rechter Aktivist tritt bei Demonstration der AfD auf

Bei der Demonstration der „Alternative für Deutschland“ (AfD) in Unna am 22. April ist mit Andreas Kalbitz ein langjähriger Aktivist der rechten Szene angekündigt. Die Antifa UNited gibt einen Überblick über die Redner und ihre Verstrickungen in die Naziszene.

Neben Michael Schild, dem Sprecher des AfD-Kreisverbandes Unna sollen auf der geplanten Demonstration auch David Eckert, Mitglied im Vorstand der AfD-Jugendorganisation „Junge Alternative“ sowie Andreas Kalbitz, Stellvertretender Vorsitzender der AfD in Brandenburg, reden. Ein genauer Blick auf diese Redner zeigt, dass die AfD ein Sammelbecken für Rassisten und Neonazis mit bürgerlichem Anstrich ist.

Insbesondere der Brandenburger Kalbitz hat eine langjährige Geschichte in der rechten Szene. Er trat nach einer kurzen Mitgliedschaft in der CSU mit 21 Jahren den Republikanern bei, die in den 90er Jahren maßgeblich an der Stimmungsmache gegen Asylbewerber beteiligt waren. Kalbitz schrieb als Autor der Vereinszeitschrift der „Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland“, die über Jahre Europas größten Naziaufmarsch in Dresden organisierte und gehört mit dem Witikobund einer Organisation an, die seit Jahrzenten eng mit der NPD verbunden ist, Reichsgründungsfeiern abhielt und in deren Schriften schon mal der Mord an den Juden im Nationalsozialismus relativiert wird.

Mit dem Unnaer AfD-Kreisvorsitzenden Michael Schild vereint Kalbitz der Weg in ihre aktuelle Position. Beide sind nach die Rücktritte früherer Parteifreunde nach dem Rechtsruck der AfD im Jahr 2015 übriggeblieben. Ein Teil der AfD-Mitglieder hatte damals die Partei verlassen und deutliche Kritik geübt. So erklärte das Ehepaar Schwiebert, Schilds ehemalige Vorstandskollegen, über ihre bisherigen Parteifreunde: „Eine Pegida-Partei, […] deren Funktionäre völkische Ideen und Sprache pflegen, ist uns zuwider.“

Die AfD bietet als „Alternative“ die Verschärfung rassistischer Ausgrenzung, autoritärer Sicherheitspolitik und den Abbau von sozialer Sicherung. Bei diesem Personal kann das auch nicht verwundern.